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Wie kann passieren, dass die Wölbung einer weichen Kontaktlinse verändert aussieht?

Kontaktlinsen erfreuen sich trotz einer Renaissance der Brille immer noch großer Beliebtheit. Abgesehen von einigen Berufen, die das Tragen von einer Brille unmöglich machen, sind viele Menschen auch im Privatleben davon überzeugt, mit Kontaktlinsen besser auszusehen. Das inzwischen stark erweiterte Angebot an Kontaktlinsen sorgt für eine individuelle Auswahl.

Es gibt Kontaktlinsen sowohl in der weichen als auch in der harten formstabilen Version. Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile. Die Wahl hängt in erster Linie vom Träger selbst und seinen Gewohnheiten ab. Da die harten Kontaktlinsen den Vorteil haben, nicht auszutrocknen und selten zu erneuern sind, eignen sie sich für täglich längeres Tragen besser als weiche Kontaktlinsen. Die weichen Kontaktlinsen sind allerdings kostengünstiger, so dass sich auch viele Menschen hierfür entscheiden.

Der Nachteil der weichen Kontaktlinsen ist die Verformung der Wölbung. Um deren Entstehen nachvollziehen zu können, muss man sich die Herstellung von weichen Kontaktlinsen betrachten. Bei dem verwendeten Material für weiche Kontaktlinsen handelt es sich um hydrophile Polymere in Verbindung mit Wasser. Die Weichheit und der damit verbundene Tragekomfort ist bei hierbei der Vorteil. In Kombination neigen allerdings genau diese Stoffe dazu, die Form schon bei geringer Berührung zu verändern. So kann es durchaus passieren, dass sich bei der Aufbewahrung oder beim in die Hand nehmen die Wölbung gleichsam nach außen stülpt. Sowohl bei Hydrogel- als auch bei Silikonhydrogel-Kontaktlinsen ist die unerwünschte Verformung der Nachteil. Je nach Sauerstoffdurchlässigkeit erhöht sich in gleichem Maße auch die Steifigkeit der Kontaktlinse. Beim Einsetzen der weichen Kontaktlinsen empfiehlt es sich daher, darauf zu achten, dass die Wölbung auf die richtige Seite verbracht wird.

Einen Schutz vor ungewollter Wölbung bieten nur formstabile Kontaktlinsen oder sogenannte Hybridkontaktlinsen, die sowohl die Weichheit als auch die Stabilität in sich vereinen. Auch die Silikonhydrogel-Kontaktlinsen der neueren Generation verfügen bereits über eine erhöhte Festigkeit. Hierbei macht der Einsatz von formstabilen Kernen und weichen Ummantelungen den Unterschied aus. Alternativ sollte man vor dem Einsetzen die Wölbung kontrollieren und gegebenenfalls mit einem leichten Fingerdruck verändern, um Schäden an der Hornhaut zu vermeiden. Die weichen Kontaktlinsen haben fast direkten Kontakt mit der Augenoberfläche und dehnen sich bis unter den Rand des Augenlides aus. Die Kontaktlinse mit gleichsam spiegelverkehrter Wölbung einzusetzen, würde unter Umständen irreparable Hornhautschäden nach sich ziehen. Demnach ist das unkontrollierte Einsetzen einer herkömmlichen weichen Kontaktlinse nicht empfehlenswert.

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