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OK Kontaktlinsen

O-K-Kontaktlinsen sind spezielle Linsen, die während der Nacht getragen werden sollen. Anders als herkömmliche Kontaktlinsen, die die Funktion einer Brille übernehmen, wirken Ortho-K- Kontaktlinsen gegen die Kurzsichtigkeit an, insem sie die Hornhaut so modellieren, dass das Auge wieder scharf sehen kann. Bereits nach der ersten Nacht kann die Kurzsichtigkeit bis zu 70 Prozent reduziert werden, die vollständige Herstellung der gesunden Sehkraft tritt nach spätestens 5 Tagen ein. Um diese Erfolge zu erzielen, müssen die O-K-Linsen jedoch auch jede Nacht getragen werden. Wenn man nach der Korrektur der Kurzsichtigkeit keinen Gebrauch mehr von ihnen macht, tritt der jeweilige Sehfehler langsam wieder ein.

Vergleichen kann man das Ganze mit einer losen Zahnspange, mit dem eine Fehlstellung des Gebisses (zum Beispiel ein Überbiss) behoben werden kann. Diese Zahnspange muss jedoch über einen sehr langen Zeitraum hinweg getragen werden, damit der gewünschte Erfolg eintritt. Selbst nach der Behandlung empfehlen Ärzte das nächtliche Tragen der Zahnspange fortzuführen, da sich sonst die Stellung der Zähne langsam wieder verändert.

Die Behandlung mit den O-K-Linsen nennt sich Orthokeratologie und wird schon seit ca. 20 Jahren erfolgreich angewendet. Das als ungefährlich geltende Verfahren kann jedoch nur den Sehfehler von Personen mit leichter oder mittelschwerer Kurzsichtigkeit beheben.

Insgesamt bietet diese Behandlungsmöglichkeit viele Vorteile: Wenn die Behandlung anspringt, wird tagsüber keine Sehhilfe mehr benötigt und der Eingriff ist reversibel; das heißt, das Vorgehen ist natürlich und kann rückgängig gemacht werden (Anders als beispielsweise beim Lasern).

Jedoch sind auch einige negative Aspekte damit verbunden, wie beispielsweise die Tatsache, dass die Linsen kontinuierlich jede Nacht wieder getragen werden müssen, damit die Sehkraft ständig aufrecht erhalten wird. Zudem gibt es eine Heilungschance sowieso nur für Patienten, die unter einer leichten oder mittleren Kurzsichtigkeit leiden. Zudem kann es nachts zu so genannten Halos kommen. In diesem Fall sieht man Lichthöfe um Lichtquellen wie beispielsweise Lampen oder Scheinwerfer. Das Verfahren kann überdies nur funktionieren, wenn die Hornhaut des Patients mit dem Material der Linse harmoniert. Außerdem besteht immer noch die Gefahr, dass die Sehkraft trotz kontinuierlichem nächtlichem Tragen der Linsen tagsüber nachlässt. Dies kann bei großer Anstrengung der Augen, wie zum Beispiel langen Autofahrten eintreten. Für diesen Fall sollten immer Notfall-Tageslinsen zur Hand sein.

Die Behandlung mit den O-K-Linsen ist das richtige für Personen, die sich keiner Laserbehandlung aussetzen wollen und trotzdem tagsüber ohne Sehhilfe scharf sehen möchten. Das Verfahren sollte nur unter fachärztlicher Beaufsichtigung angewendet werden.

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