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Kontaktlinsen in der Nacht?

Kontaktlinsen sind für viele Menschen mit einer Fehlsichtigkeit eine sinnvolle Alternative zur Brille. Kontaktlinsen werden ins Auge eingesetzt und schwimmen auf dem natürlichen Tränenfilm. Korrigiert werden können alle gängigen Arten der Fehlsichtigkeit – Kurz-, Weit- und Altersichtigkeit, aber auch eine Hornhautverkrümmung.

Kontaktlinsen zeichnen sich durch einen hohen Tragekomfort aus. Sie sind aus hauchdünnem Silikon gefertigt, der Träger spürt sie – besonders nach einer gewissen Eingewöhnungsphase – nicht mehr. Anders als eine Brille können Kontaktlinsen nicht beschlagen, sie drücken nicht auf Nase und Ohren, die Bewegungsfreiheit des Trägers und das Sehfeld werden nicht beeinträchtigt. Kontaktlinsen ermöglichen auch das gefahrlose Ausüben von Sport- und Freizeitaktivitäten.

Generell gilt: Je häufiger Kontaktlinsen ausgetauscht werden, desto schonender ist das für die Augen. Es wird daher empfohlen, Austauschsysteme zu nutzen und Kontaktlinsen während des Schlafens aus dem Auge zu nehmen. Ablagerungen und Beschädigungen an der Linse, die zu Irritationen in den Augen führen können, werden so im Vorhinein vermieden.

Sollte der Träger trotzdem einmal mit den Linsen im Auge einschlafen, ist das meist kein allzu großes Problem. Sollten Irritationen im Auge auftreten, wird empfohlen, die Linsen zu entfernen und auf das Tragen etwa 24 Stunden lang zu verzichten. Das Auge erholt sich in der Regel schnell, und das Tragen der Linsen ist wieder ohne Probleme möglich. Wenn die Beschwerden anhalten, sollte ein Augenarzt oder der Kontaktlinsenspezialist aufgesucht werden.

Möchte der Träger die Linsen regelmäßig auch über Nacht im Auge lassen – auf Reisen ist das meist sehr praktisch oder dann, wenn das Einsetzen oder das Herausnehmen der Linsen als problematisch empfunden wird – ist das auch möglich. Speziell für diesen Wunsch konzipierte Kontaktlinsen weisen schon in ihrem Namenszug (z.B. Day&Night von Air Optix) auf die Besonderheit hin, auch nachts im Auge bleiben zu können. “Tag- und Nachtlinsen” zeichnen sich durch eine besonders sauerstoffdurchlässige Beschaffenheit aus. Da während des Schlafens durch das geschlossene Augenlid ohnehin weniger Sauerstoff an das Auge gelangt als tagsüber im wachen Zustand, ist das unabdingbar. Es ist ratsam, sich vor dem permanenten Tragen von Linsen von einem Spezialisten beraten zu lassen und regelmäßig zur Kontrolle den Augenarzt aufzusuchen.

Eigens für das Tragen in der Nacht entwickelt wurden orthokeratologische Nachtlinsen. Sie korrigieren eine Hornhautverkrümmung, in dem sie während des Schlafens die Hornhaut in die normale Form zurück bringen. Der Effekt dauert etwa 40 Stunden an – in dieser Zeit ist das Tragen einer Sehhilfe nicht erforderlich. Nähere Auskünfte zu dieser speziellen Form der Nachtlinse erteilt ein Augenarzt.

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